Aktion der Tarifinitiative am 18. Mai 2010 um 11:30 Uhr auf dem Forumsplatz der TU Braunschweig

"Wir geben unser letztes Hemd!

Für die Aufnahme der Studentischen Beschäftigten

in den Tarifvertrag der Länder!"

 

Mit dieser Losung werden hunderte T-Shirts geschmückt sein, die die

Braunschweiger Tarifinitiative der Studentischen Beschäftigten am 18. Mai

2010 um 11:30 Uhr auf dem Forumsplatz der TU Braunschweig an über den

Platz gespannten Wäscheleinen befestigen wird.

Mit dieser Aktion wollen wir erreichen, dass das vor einem Jahr von den Arbeitgebern gegebene Versprechen eingehalten wird, mit den zuständigen Gewerkschaften ver.di und GEW Gespräche über die

Aufnahme der Studentischen Beschäftigten in den Tarifvertrag der

Länder zu führen. Damals verkündeten die Arbeitgeber, im Rahmen der Verhandlungen über die Entgeltordnung auch über die Aufnahme der Studentischen Beschäftigten in den Tarifvertrag der Länder sprechen zu wollen. Bis jetzt wurde in den Gesprächen zur Entgeltordnung das Thema

Studentische Beschäftigte jedoch noch nicht behandelt und die Gesprächeinsgesamt sogar in die zweite Jahreshälfte vertagt. Ob dann das

Thema Studentische Beschäftigte auf die Tagesordnung gesetzt wird, scheint

zur Zeit fraglich. Ohne weiteren

öffentlichen Druck dürfte es den zuständigen Gewerkschaften wohl

kaum gelingen, unsere Forderungen durchzusetzen.

Die bundesweite Tarifinitiative für Studentische Beschäftigte hat deshalb

beschlossen, im Mai einen Aktionsmonat durchzuführen, in dem die lokalen Tarifinitiativen in ihren Städten aktiv werden sollen. Tarifinitiativen in zahlreiche Städten werden sich beteiligen. Wir stehen mit unserer Aktion in Braunschweig nicht allein. Bereits in der jüngeren Vergangenheit

konnten durch die Aktionen der Tarifinitiativen einige Erfolge erzielt

werden. Noch vor gut einem Jahr bekamen sämtliche studentische

Beschäftigte zum Beispiel in Niedersachsen an Fachhochschulen nur 5,37 Euro und an Universitäten 7,72 Euro pro Stunde. Mittlerweile wurde erreicht, dass Studentische Beschäftigte ohne Abschluss 8,32 Euro pro Stunde an Universitäten und an Fachhochschulen erhalten und mit Bachelorabschluss sogar 10,85 Euro. Dennoch sind Studentische Beschäftigte gegenüber den tariflich angestellten Beschäftigten an den Hochschulen in den meisten Fällen

immer noch deutlich benachteiligt, obwohl sie oft die gleiche Arbeitverrichten. Das macht sich nicht nur am Stundenlohn, sondern auch an geringerem Ansprüchen auf bezahltem Urlaub und auf Jahressonderzahlungen

fest. Dabei sind Studentische Beschäftigte keinesfalls eine zu vernachlässigende Minderheit. Alleine an der TU Braunschweig hatten im

Kalenderjahr 2008 fast 3000 Studierende als Studentische

Beschäftigte gearbeitet. Studentische Beschäftigte tragen einen Großteil

dazu bei, den Universitätsbetrieb aufrecht zu erhalten. Ohne sie liefe

heutzutage nichts mehr.

 

Wir fordern deshalb, gleichen Lohn und gleiche Rechte für gleiche Arbeit.

Studentische Beschäftigte müssen endlich in den Tarifvertrag der Länder

aufgenommen und den tariflich angestellten Beschäftigten gleichgestellt werden.

Die Arbeitgeber dürfen sich nicht länger diesem Thema verweigern. Kommt am

18.05.2010 um 11:30 Uhr auf den Forumsplatz der TU Braunschweig und

unterstützt uns bei unserer Aktion.

 

Braunschweiger Tarifinitiative der Studentischen Beschäftigten (Kontakt über: asta@tu-bs.de