1. Mai - Nazifrei

 

Die Gewerkschaftliche Hochschulgruppe fährt gemeinsam mit der DGB-Jugend Braunschweig und dem Bündnis "Gemeinsam gegen Nazis" zur Anti-Nazi-Demo am 1. Mai nach Hannover.

 

Mehr Infos zur gemeinsamen Fahrt aus der Region etc. gibt es auf der Mobilisierungsveranstaltung:

Dienstag, 21.04 Braunschweig, Nexus (Frankfurter Straße 253) um 18:00.

 

Aufruf

Am 1.Mai 2009 wollen Nazis aus ganz Deutschland in Hannover einen Großaufmarsch durchführen. Ziel der Nazis ist es, nach außen ihre menschenverachtenden Inhalte zu verbreiten, sowie nach Innen Geschlossenheit und Stärke zu demonstrieren. Dies gilt es zu verhindern: Fahrt nach Hannover – Gemeinsam den Naziaufmarsch stoppen!

Ein breites Sammelsurium der Nationalsozialisten mobilisiert nach Hannover, um am ersten Mai die immer gleichen abgeschmackten Parolen von Volksgemeinschaft und die damit verbundenen rassistischen und antisemitischen Hasstiraden in die Welt hinaus zu posaunen.

 

Neben der NPD, mit ihrem Image des netten Nazis von nebenan und den freien Kameradschaften, sind diesmal vor allem die sogenannten „Autonomen Nationalisten“ unter den Aufrufenden. Diese relativ neue Nazi-Strömung zeichnet sich durch ein modernes Auftreten – die unästhetischen Bomberjacken wurden gegen flotte Windbreaker getauscht und auch die langweiligen, altbackenen Parolen durch fetzige Anglizismen aufgepimpt – und das Image hoher Gewaltbereitschaft aus.
Ihr Auftreten auf Demonstrationen orientiert sich am sogenannten „Schwarzen Block“ und steigert den Erlebnisfaktor von Nazidemonstrationen für das zum Großteil jugendliche Klientel. Neben dem stundenlangen Zuhören niveauloser Redebeiträge von talentfreien Hitlerimitatoren können sich die völkischen Freaks jetzt auch ein wenig mit der Polizei schubsen und sich damit ideell im Endkampf um das Vierte Reich wähnen.

Auch wenn die Nazis unfreiwillig komisch anmuten, so sind sie dennoch gefährlich. Wie am letzten 1.Mai in Hamburg häufen sich Nazi-Übergriffe am Rande von Demonstrationen und dort, wo sie im Alltag auf keinerlei Gegenwehr stoßen, haben sie sich bereits als Machtfaktor auf der Straße und im kulturellen Leben etabliert.

 

Das die Nazis am 1.Mai demonstrieren ist sowohl Resultat von Beliebigkeit, als auch von brauner Traditionspflege. Resultat von Beliebigkeit, weil für die Nazis jeder Anlass recht ist um auf die Straße zu gehen, sei es der neue amerikanische Fastfood-Laden an der Ecke oder der Selbstmord eines inhaftierten Nazigreises, der sich beim Gang auf die Toilette den Hinterkopf aufschlägt. Resultat brauner Traditionspflege, da sie in der Tradition der NSDAP den „Tag der nationalen Arbeit“, den rechtsextremen Gegenentwurf zum linken internationalen Tag der ArbeiterInnen, begehen wollen, um für eine Welt der Unfreiheit und der gewalttätigen Ausgrenzung zu werben. Wie bereits 1933 versuchen die Nazis auf sozial zu machen, dem Kapitalismus und seinen reellen Ungleichheiten und Zumutungen setzen sie als alternative Judenmord, Zwangsarbeit und Krieg entgegen.


Den Nazis geht es bei allem antikapitalistischen Gefasel nicht um die Beseitigung von Ungerechtigkeiten, sondern darum die Ungerechtigkeiten selbst zu gestalten und ausführen zu können. Das, was diese völkischen Freaks an der bürgerlichen Gesellschaft so stört ist, ihr positiver Gehalt: das Glücksversprechen und Selbstbild der Demokratie, dass alle Menschen gleich und frei sind. Was sie kritisieren ist somit nicht Herrschaft, Ausbeutung und Unterdrückung, also die reelle Nichteinhaltung des bürgerlichen Glückversprechens, sondern das diese Herrschaft nicht einem primär nationalistischen und rassistischen Modell folgt.

 

Es gibt also genügend gute Gründe, den Plänen der Nationalsozialisten einen Strich durch die Rechnung zu machen und den Machtdemonstrationen der „Feinde der Freiheit“ Einhalt zu gebieten. Doch auch wenn die Nazis nicht durch Hannover marschieren ist das Problem nicht gelöst. Was den Nazis den Boden wie Fruchtfliegen das saubermachen entzieht, ist eine konsequente antirassistische und emanzipatorische Haltung, die den bestehenden Verhältnissen, die Forderungen eines Guten Lebens für Alle entgegensetzt!

 

Rassisten entgegentreten- nicht nur am 1.Mai


Bündnis Gemeinsam gegen Nazis (Antifaschistische Gruppe Braunschweig (A.G.B), Jugend-Antifa-Wolfenbüttel (JAW), Antifaschistische Initiative Wolfsburg (AIW), AStA der TU Braunschweig, DGB-Jugend, Hochschulgruppe Die Linke.Braunschweig, Gewerkschaftliche Hochschulgruppe Braunschweig, Sozialistische Jugend – Die Falken Kreisverband Braunschweig)

 

Eine weitere Veranstaltung:
„Was machen gegen Naziaufmärsche ?“
Handlungsstrategien und Erfahrungsberichte
Dienstag- 28. April- BS – 19 Uhr – Nexus (Frankfurter Str. 253)

 

Gewerkschaftliche Hochschulgruppe

Wir sind:

Studierende verschiedener Hochschulen, die sich mit gewerkschaftlichen Themen beschäftigen.

 

Unabhängig von den Studierendenvertretungen und anderen Hochschulgruppen, aber interessiert an allen Formen der Kooperation.

 

Aktiv bei der Vertretung von Interessen von Studierenden und Hochschulmitarbeitern.

 

Offen für hochschulpolitisch und gewerkschaftlich Interessierte.  

 

Wir setzen uns ein:

für kostenlose Bildung und

einen freien Zugang zum Studium.

 

gegen Ausbeutung am Arbeitsplatz.

 

gegen Bildungs-, Kultur- und Sozialabbau.

 

gegen die Privatisierung öffentlicher Güter.

 

gegen neoliberale Profitlogik und Konkurrenzdenken. 

 

Wir bieten:

die Möglichkeit, Gewerkschaftsarbeit kennen zu lernen.

 

die Möglichkeit, solidarisch aktiv zu werden.

 

Veranstaltungen zur politischen Bildung.

 

Unterstützung gewerkschaftsnaher Aktivitäten.

 

Wir treffen uns:

jeden 1. Mittwoch im Monat um 18.30 Uhr im

hib (Hochschulinformationsbüro der Gewerkschaften)

Spielmannstraße 13

38106 Braunschweig 

 

Wir sind erreichbar unter:

Infodon't want spam(at)hib-braunschweig.de

 

Demo: Bildungsblockaden einreißen!

Die Gewerkschaftliche Hochschulgruppe Braunschweig unterstüzt die Demonstration "Bildungsblockaden einreißen!" am 12. November um 10:00 Uhr vor dem Braunschweiger Rathaus.


Alle Braunschweiger Schüler_innen bestreiken für einen Vormittag das marode Bildungssystem, um für eine bessere Bildung zu demonstrieren: Für kostenfreie Bildung, kleinere Klassen, mehr Mitsprache und gegen Leistungsdruck und Kopfnoten!

 

Auch die Studierenden sind aufgerufen, am 12. November gegen Bildungsblockaden wie Studiengebühren, Hochschulzugangsbeschränkungen (NC) und für einen blockadefreien Bachelor-Master-Übergang zu demonstrieren.

 

Es ruft auf:
Arbeitskreis Schulstreik - ein Schüler_innenbündnis Braunschweiger Schulen
http://www.akschulstreik.blogsport.de
Kontakt: akschulstreikdon't want spam(at)googlemail.com

 

Die Demo wird u.a. vom Stadtelternrat, AStA der TU, Studentenwerk, GEW und DGB-Jugend unterstüzt.

 

Mehr Informationen zur Demo gibt es auf der Regionalkonferenz (Informations- und Vorbereitungstreff­en) am Dienstag 21. Oktober um 17:00 Uhr in der Hauptmensa der TU Braunschweig Katharinenstraße 1.

 

Der Braunschweiger Schulstreik findet im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages statt. www.schulaction.org Es demonstrieren zeitgleich:  Lüneburg, Oldenburg, Berlin, Hamburg, Aachen, Stuttgart, Hannover, Northeim, Köln, Nürnberg, Kassel etc.

 

 

Dokumente

  • Leserbrief "Studiengebühren abschaffen" (Ansehen)
  • Studentischer Forderungskatalog der GHG (Ansehen)
  • Plakat gegen § 129a der GHG (Download)
  • Übersicht über das Engagement der GEW Studierenden in 2007/08 (Download)
 

 

Bericht - Demo für zusätzliche LehrerInnen

Mehr LehrerInnen statt Mehrarbeit! - Hochschulgruppe auf einer der größten Lehrerdemonstrationen der Landesgeschichte

 

Historisches Novum in Hannover: Im Konflikt mit der Landesregierung kam es zur ersten gemeinsamen Kundgebung von GEW und den anderen Lehrerverbänden und dabei gab es eine Rekordteilnehmerzahl zu verzeichnen. Mehr als 11.000 Kolleginnen und Kollegen aus allen Landesteilen verwandelten den Versammlungsort am Landtag in ein Meer aus Plakaten, Fahnen und Transparenten. Die HAZ schrieb: „Es war eine der größten Lehrerdemonstrationen der Landesgeschichte“!

 

Aus Braunschweig waren gleich drei Busse der GEW angereist. Mit an Bord: Vertreter der Gewerkschaftlichen Hochschulgruppe Braunschweig. Eberhard Brandt, Vorsitzender der GEW-Niedersachsen, stellte in seiner Rede die Forderung auf, die sich die Hochschulgruppe aufs Transparent geschrieben hat: Mindestens 2000 zusätzliche LehrerInnen jährlich!

 

Eigentlich müssen es noch mehr sein, wenn die KollegInnen jetzt ihre 825  Millionen geleisteten Überstunden in Anspruch nehmen. Das sollte ihnen vor dem Protest noch verwehrt werden, doch die Landesregierung gab anschließend nach. Außerdem muss die Lüge der 100-prozentigen-Lehrerversorgung durch zusätzliche Einstellungen endlich zur Wahrheit werden. Darüber hinaus erfordert das Turboabitur die Einstellung von 1500 zusätzlichen KollegInnen. Zum Wohle der SchülerInnen müssen LehrerInnen entlastet werden. Kleinere Schülerzahlen pro Klasse sind da nur eine Forderung.

 

Weitere Forderungen von Hochschulgruppe und GEW sind:

  • Die Regierung muss endlich die Finanzmittel für erforderlichen Neueinstellungen zur Verfügung stellen
  • es muss so viele Seminarplätze geben, dass alle Bewerber in Niedersachsen eine Stelle bekommen "Eine 2,5 ist doch keine Schande, da stehen gute Leute in den Startlöchern und die Landesregierung klagt über Nachwuchsmangel, stellt aber nur bis 1,9 ein und streicht Studienplätze in der Lehramtsausbildung", erteilte Brandt der Regierung eine Nachhilfestunde.
  • Die Berufsanfänger müssen besser bezahlt werden,
  • Die Regierung muss ein Programm gegen den Fachlehrermangel vorlegen, um bisher arbeitslose, voll ausgebildete Lehrkräfte dringend benötigte Fächer nachstudieren zu lassen – mit den erforderlichen finanziellen Anreizen
  • Die Arbeitszeit muss gesenkt werden und in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag festgehalten werden. "Verhandeln statt Verordnen ist die Bedingung der GEW -  LehrerInnen sind weder Leibeigene noch Bittsteller!", sagte Brandt.

Vom Kultusministerium aus setzte sich der kilometerlange Demonstrationszug über die Route Georgsplatz / Osterstraße durch die Innenstadt in Marsch. Als die Spitze des Zuges am Kundgebungsort in der Karmarschstraße in unmittelbarer Nähe des Landtages eintraf, hatten sich die letzten Teilnehmer am MK noch gar nicht in Bewegung gesetzt. Inzwischen trafen auf dem Schützenplatz immer mehr Busse ein – am Ende waren es gut 100 - und setzten die Kolleginnen und Kollegen aus weiter entfernten Regionen des Landes ab. Erwartet hatten die Veranstalter 6.000 Teilnehmer. Dass diese Zahl nahezu verdoppelt wurde, zeigt wie groß die Wut der Kolleginnen und Kollegen auf die Landesregierung ist.

 

Am Rande des Demonstrationszuges gab der Helmstedter Landtagsabgeordnete Wittich Schobert (CDU) eine Kostprobe der Fraktions-Kompetenz: "Waren das überhaupt 6000?", fragte er angesichts des kilometerlangen Demonstrationszuges von 11000 wütenden LehrerInnen. Eine ähnlich schlechte Figur machte Karl-Heinz Klare (CDU), als er seine "Freude" über die Demonstration zum Ausdruck bringen wollte. Christian Wulff schickte neben ihm auch Ministerin Heister-Neumann als Prügelmädchen vor.

 

Der zentrale Demonstrationstag in Hannover war der 8. Mai, der Tag, an dem die Anhörung über das Arbeitszeitkonto stattfand. Die Verschiebung des Ausgleiches auf kurz vor dem Ruhestand (ca. im Jahr 2038) hatte das Fass zum Überlaufen gebracht. Abschaffung der Lehrmittelfreiheit, Gesamtschulerrichtungsverbot, mangelnde Unterrichtsversorgung, Entdemokratisierung der Schulen durch "Eigenverantwortlichkeit" und Turboabitur haben die Wut bei den KollegInnen angestaut.

 

Parallel demonstrierten 2500 SchülerInnen in Lüneburg gegen die Bildungspolitik der CDU-FDP-Landesregierung.

 

Transparent der Hochschulgruppe ist Titelbild auf der Neuen Presse (1056px x 1669px)

Transparent der Hochschulgruppe in der Braunschweiger Zeitung (1029px x 990px)

 

Aufruf der GEW

 

 

Bericht März-Party "free your mind"

Zum Vergrößern anklicken!

Im März diesen Jahres war es endlich soweit: Gewerkschaftliche Hochschulgruppe, IG-Metall Jugend, Antifaschistische Gruppe Braunschweig und der AStA der TU Braunschweig präsentierten euch die "free your mind"-März-Party im Merz. Dutzende Feierwütige tanzten zu feinstem Indy, Drum ‘n’ Bass und Electro/Minimal Techno mit DJ’s aus Göttingen und Braunschweig. Außerdem wurden Shirts und Badges vom Infotisch verlost.

 

Hier findest du eine kleine Fotostrecke von der Party.