Leserbrief an die Branschweiger Zeitung

Leserbrief zum Artikel „Studiengebühren sind ein Erfolgsmodell“

(Braunschweiger Zeitung vom Montag, 30. Juni 2008 www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2044/artid/8710384)


Studiengebühren abschaffen

Wir Studierenden fordern nicht erst seit der Einführung von Studiengebühren paritätische Mitbestimmung in allen Hochschulgremien zur Verbesserung des Studiums. Nun zahlen wir (und unsere Eltern) zusätzlich. Stärkere Rolle? - Fehlanzeige: Wir fordern weiter.

Prozentual zu den Hochschulzugangsberechtigten (AbiturientInnen) ist die Zahl der StudienanfängerInnen gesunken und nicht gestiegen. Studiengebühren halten von Bildung fern!


Die Erfahrung aus unserer Jobberatung zeigt, dass sich die soziale Lage der Studierenden spürbar verschlechtert hat. Besonders betroffen sind die Gruppen der Studierenden ohne Anrecht auf BAFöG und die ausländischen Studierenden. Diese Studierenden sind offenbar nicht diejenigen, die Minister Stratmann an der Uni haben möchte.


Das Gleichheitsprinzip des Grundgesetzes (Artikel 3) tritt Wulffs Landesregierung mit ihrer Studiengebührenpolitik mit Füßen. Studiengebühren sollten deshalb so schnell wir möglich wieder abgeschafft werden wie in Hessen. Vielmehr muss das Land den Hochschuletat aufstocken und sich nicht den Irrglauben hingeben, sie könne den Landeshaushalt sanieren, indem sich Schülerinnen, Eltern und Studierende für Bildung verschulden.


Die gewünschte Spaltung in gewollte und nicht gewollte Studierende ist falsch – alle haben das Recht auf kostenlose Bildung.


Gewerkschaftliche Hochschulgruppe Braunschweig

Der Vorstand am 1. Juli 2008