Zukunftstag 2008 - Bericht
Wier schafffen dahs in 12? - Schülerinitiative fordert 13 Jahre bis zum Abitur!
„Wier schafffen dahs in 12? - Pro 13!“ so lautet die Forderung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Zukunftstag 2008. Zu dieser Position gelangten die Schülerinnen und Schüler nach einem facettenreichen Diskussionsvormittag, an dem ihnen detailliert Interessensvertretung imallgemeinen vorgestellt wurde und sie sich konkret mit ihren eigenen Interessen und Problemen als Schülerschaft auseinander setzten. Die ganze Palette an Lehrinhalten muss nun in weniger Unterrichtsstunden erlernt werden, Schulnoten werden schlechter und die Freizeit hat sich drastisch verkürzt. Für Franziska, Jannik, Nathalie, Inken, Ric, Carolin und Fabian sind dies unter anderem Gründe dafür, das Abitur nach 13 Jahren wieder einzufordern. Sie fordern mehr Zeit für gute Bildung.
Damit ihre Forderungen nicht hinter verschlossenen Türen bleiben, haben die Sieben Informationsflyer und Buttons erstellt, mit denen sie an die Öffentlichkeit gegangen sind und in einem Pressegespräch am Nachmittag ihre Positionen mitgeteilt haben.
„Wer weniger Freizeit hat, ist nicht fit genug für den Schulalltag“, so Ric, 14 Jahre alt und Schüler der Neuen Oberschule. Sein Mitschüler Fabian, ebenfalls 14 Jahre alt, gibt zu bedenken: „Finnische Verhältnisse sollten nicht damit eingeführt werden, indem man das 13. Schuljahr streicht, sondern die Förderung für Kindergartenkinder verbessert.“
Inken ist in der neunten Klasse, der Jahrgang, der zum ersten Mal nach 12 Schuljahren das Abitur macht. „Wir bekommen die aktuellen Schulbücher erst verzögert“, schildert Inken die auftretenden Probleme. Ihre Freundin Nathalie, wie Inken Schülerin des Lessing Gymnasiums ergänzt: „Zudem gehören wir zum doppelten Abiturjahrgang und dann stehen uns zu wenig Studien- und Ausbildungsplätze zur Verfügung.“

